August 31, 2009

Hellfest Tour 2008 – Hameln – 22.02.2008

Hameln. Längst nicht so trüb wie der Himmel über Hameln war die Hellfest-Tour, die am Freitagabend im Kulturzentrum Regenbogen Station machte – auch wenn der Konzertmarathon besser hätte besucht sein können.

Als Headliner des Abends wurden The Sorrow aus dem österreichischen Vorarlberg auf die Bretter geschickt. Der Newcomer konnte ordentlich einheizen und zeigen, dass die Songs des Debütalbums „Blessings from a blackend sky“ auch live wunderbar funktionieren. Der versuchte Circle Pit wollte aber nicht so wirklich funktionieren, dennoch ist die Bühnenpräsenz für eine so junge Band bereits recht beachtlich. The Sorrow haben auf jeden Fall Potenzial. Aber um mit den Großen der Szene mitzumischen, müssen sie sich noch ein paar mehr Show-Skills zulegen.

Kein Core, kein Death, einfach nur geradeaus, laut, hart und erbarmungslos zeigten sich Grantig aus München zum Auftakt. Ihre Songs sind energiegeladen und kommen präzise auf den Punkt, sodass trotz mangelnder Vielfalt jeglicher Langatmigkeit vorgebeugt wird. Würden Pro-Pain, Black Label Society und Pantera ihre Alben untereinander mischen und ins Deutsche übersetzen, könnte das Ganze in etwa so klingen. Dennoch: Die Band wird noch hart an sich arbeiten müssen, um den gehobenen Standards der modernen Metal-Szene dauerhaft gerecht werden zu können. Die guten Ansätze sind auf „So muss es sein“, ihrem Debütwerk, schon weitestgehend überzeugend umgesetzt.

Auch Misery Speaks aus Münster legten gleich furios los. Bereits der zweite Song wurde als Möglichkeit zum Circle Pit angekündigt und so konnten schon einige Besucher mehr animiert werden. Musikalisch ging es ein bisschen mehr in die Richtung melodischer Death Metal.

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August 31, 2009

Sonic Syndicate – Hameln – 07.02.2008

Hameln. Über Sonic Syndicate wurde in den letzten Monaten viel geschrieben, gemunkelt und gemauschelt und ironischerweise werden Sie in einigen Kreisen sogar als die „Tokyo Hotel des Metalcores“ gefeiert. Dies interessierte am Donnerstagabend in der Sumpfblume jedoch niemanden, sie war mit an die 200 Personen gut besucht und man sah viele freudige Gesichter die sich auf einen brachialen Abend freuten.

Sonic Syndicate, eine junge Truppe aus Schweden, die mit zwei Sängern (Richard Sjunnesson und Roland Johansson), zwei Gittaristen (Robin und Roger Sjunnesson), einem Schlagzeuger (John Bengtsson) und einer wirklich nett anzuschauenden Bassistin (Karin Axelsson) ein recht ordentliches Brett ablieferten. Es erklangen die ersten Töne von „Aftermath“ und schon verwandelte sich das Publikum in einen tobenden Pit, gefolgt wurde das Schauspiel von „Denied“ oder auch „Enclave“ und selbst Sänger Roland war sich selbst nicht schade drum, mit in den Pit einzusteigen. Musikalisch kann man dem Sechser eigentlich keine Vorwürfe machen, obwohl sich ihre Musik ins Ohr klebt wie Zuckerwatte: Weghören unmöglich, richtig hinhören, aber auch! – trotz gutem Shout- und Clean Gesang. Im Spagat zwischen (mehr oder weniger) metallischen Momenten und poppigen Melodien wollen Sie den Nerv der Zeit treffen, eine Trend-perfekte Mischung aus den neuen In Flames und Bullet For My Valentine. Aber irgendwie ist alles zu sehr durcharrangiert: Jede Bewegung auf der Bühne, jedes Posing, sogar die obligatorische Spuckerei scheint ihren festgelegten Platz während eines Stückes zu haben – von Spontanität und reiner Spielfreude ist kaum eine Spur.

Aber zugestehen muss man den jungen Leuten, dass sie ihre Sache sehr gut gemacht haben, ihre Zielgruppe schien begeistert zu sein und von daher war es kein Fehler die Band zu buchen.

August 31, 2009

Hameln – Sumpfblume 02.11.07

Irish Folk auf dem Weg in eine strahlende Zukunft.

Geradezu Lust, sofort die Koffer zu packen und ins Land der Elfen und Trolle zu reisen, vermittelten Gráda am Freitagabend. Mehr als 160 Besucher fanden den Weg in die Sumpfblume – zum Glück, denn beim Konzert von Gráda flatterte New Irish Folk durch den Saal. Der klingt nicht klasse an diesem Abend, sondern sorgt auch für ein Konzert der Spitzenklasse.

Wie viele bekannte Größen, entstand die Gruppe im unvergleichlich fruchtbaren Biotop der Dubliner Musik Szene beim spontanen Zusammenspiel in Kneipen-Sessions und wird als eine der wichtigsten irischen Bands der letzten 10 Jahre gehandelt. Gráda sind 5 Vollblutmusiker, neben der Sängerin Nicola Joyce, ausgestattet mit einem Riesentalent, haben sich durch die Bank weg Spitzenmusiker zusammengefunden. Alan Doherty ist der Frontmann der Band, der das Publikum stets mit einem guten Maß an Humor unterhält, zum Mitklatschen animiert und seine Musikerkollegen immer zu Bestleistungen anstachelt. Millionen Kinogänger hörten seine Musik im Film „Herr der Ringe.“ Und das er Flöte spielen kann, bewies er eindrucksvoll, wie bei den Liedern „The Eighteenth of June“ oder „Shock On.“ Auch Andrew Larking am Kontrabass ist an den beinahe halsbrecherischen Rhytmnen nicht unschuldig, der gebürtige Neuseeländer besticht auch durch einige schöne Songs und sorgt bei manchen Liedern für den jazzigen Touch. Der brillante Fiddler Brendan O’Sullivan, war unter anderem Musiker für den Sänger-Star Reamonn, und Gitarrist Gerry Paul runden das Zusammenspiel wunderschöner und einfühlsamer Melodien ab, dass aus einem tanzbaren Mix irischer und bretonischer Folk Musik besteht.

Durch diese Besetzung der genialen Musikern und die harmonischen Singstimmen bieten Gráda eine unvergessliche und abwechslungsreiche zweistündige Show, die ohne pompöses Bühnenbild auskommt und den Saal zum Kochen bringt. Es wurde mitgeklatscht, mitgesungen, in bester Riverdance-Manier getanzt und nach der dritten Zugabe verabschiedeten überglückliche Freunde der Folkmusik die Band.

August 31, 2009

Karpatenhund / Tchi – Sumpfblume – 30.11.2007

Hameln. Mit Karpatenhund schickt sich der nächste Newcomer an, seinen Platz irgendwo zwischen Wir sind Helden, Silbermond und Juli zu finden. Zu größerer Bekanntheit ist die Band durch ihre zweite Single „Gegen den Rest“ gekommen, denn das Lied ist das Titellied der ARD-Vorabendserie „Türkisch für Anfänger.“ Daher ist es etwas verwunderlich, dass zum Konzert der Kölner Band nur wenige Besucher den Weg in die Sumpfblume gefunden haben. Aber gerade dieser Umstand schafft an diesem Abend eine sehr familiäre Atmosphäre.

Mit Claire Oelkers hat die Band natürlich auch eine gleichsam hübsche wie sympathische Sängerin, an deren Mimik man allein schon die Emotionen der Songs ablesen kann. Neben zwei weiteren Gitarren (Björn Sonnenberg und Jan Niklas Jansen), Bass (Stefanie Schrank) und Schlagzeug (Mauri Arca) bringt die Band noch weiteres musikalisches Spielzeug mit auf die Bühne. Claire hat einen Drumpad vor sich und noch ein weiteres Mikrofon für Gesangseffekte. Vor Stefanie steht noch ein Synthesizer, der wahlweise von ihr oder Björn bedient wird. Karpatenhund bieten ein gutes Dutzend Gitarrensongs dar, wie „Ist es das was du wolltest“ oder „Gegen den Rest“ – mit schönen Chören, kleinen Spielereien und einer durchgängigen Niedlichkeit, die mit Konfettiregen unterstrichen und vom Publikum mit Johlen quittiert wird.

Obwohl die Songs sich alle ein wenig ähneln, absehbare Strukturen und genau die richtige Anzahl moderater Kanten aufweisen, sorgen sie für kontrollierte Serotoninausschüttung und bescheren den Zuhörern ohne Erwartungshaltung einen gelungenen Abend.

August 31, 2009

Saltatio Mortis und Feuerschwanz – 25.10.07- Sumpfblume

Hameln. Auf der Bühne steht keine Band, sondern eine Gruppe aus Spielleuten. Die hübsche Zuschauerin in der ersten Reihe heißt schöne Maid. Und wem das mittelalterliche Spektakel gefällt, der reckt kämpferisch die Faust in die Luft. Dass Mittelaltermusik im Weserbergland angesagt ist, wird am Donnerstag beim Konzert von Saltatio Mortis und Feuerschwanz in der Sumpfblume schnell klar. Mehr als 300 Besucher hatten sich eingefunden, um die Bands zu erleben. Die acht Spielleute von Saltatio Mortis wurden überschwänglich vom Publikum empfangen und legten fulminant los. Die beschwingt-lockere Marktatmosphäre wich harten Gitarrenriffs. Hits wie „Salz der Erde“ oder „Die Hoffnung stirbt zuletzt“ vom letzen Album durften nicht fehlen, aber auch aktuelle Stücke wie „Spielmannsschwur“ von der neuen Platte „Aus der Asche“ ließen das Publikum in euphorischen Jubel verfallen – und es wurde getanzt, was das Zeug hält.

Auch Schlagzeuger Lasterbalk der Lästerliche ließ es sich nicht nehmen, bei seinen zwischenzeitlichen Ausflügen in Richtung Bühnenrand allerlei Geschichten zu erzählen. Mit Gruppen wie In Extremo oder Subway to Sally lassen sich Saltatio Mortis glücklicherweise nicht vergleichen, ihre Musik ist definitiv härter und rauer. Konsequent zieht die Band ihren eigenen Stil durch, was ein vielschichtigeres Publikum ansprechen dürfte.

Ihr Auftritt strotzte, wie auch der von der Spaß-Spielkapelle Feuerschwanz als Support, vor Energie und bewies, dass es sich um zwei klasse Livebands handelt. Feuerschwanz, die sich aus Musikern von Fiddlers Green und Merlons Lichter mit Pseudonymen wie Johann(a) von der Vögelweide oder Sir Lanzeflott zusammensetzen, hatten mit ihrer einzigartigen Show die Zuschauer spätestens nach dem dritten Song geschlossen hinter sich. Ihre fröhliche Musik vom Mittelaltermarkt, die Kleidung des raubritterlichen Haufens und die Performance boten ein farbenfrohes Sammelsurium und animierten zur Polonaise durch den Saal.

August 31, 2009

BEATSTEAKS – LIMBO MESSIAH – Tour

Do 02.08.2007 – Sumpfblume – Hameln

„Ist ´ne Bombe (bzw. Granate, Rakete, Dynamit, oder irgendein anderer möglichst martialischer Ausdruck, der die musikalische Sprengkraft unserer fünf Freunde unterstreicht)!“ So lautet in etwa das höchste Lob, das die Beatsteaks zu vergeben haben. Damit wir uns nicht falsch verstehen, die fünf Berliner sind Pazifisten. Torsten Scholz definiert das Wort folgendermaßen: „Total geil, absolut krass, mega-fett, bzw. wundervoll, bezaubernd, nice oder auch tight, Alter.“ Das Ziel für „.Limbo Messiah“ – also das Album, um das es hier geht – war damit klar, „wir wollten mal wieder ´n paar Bomben, bzw s.o. an den Start bringen“, sagt Sänger Arnim Teutoburg-Weiß.

Bereits mit den vier Alben zuvor war es den Beatsteaks gelungen, einen unverwechselbaren Voll-auf-die-Zwölf/Glocke/Nuß/Eier-Sound zu kreieren. Ihr „Smack Smash“ (2004) bot den vorläufigen Höhepunkt, es wurde nicht nur mit Gold ausgezeichnet, sondern lieferte auch noch drei unwiderstehliche Single-Ohrstürmer.

„.Limbo Messiah“ ist völlig anders und dabei doch typisch Beatsteaks. Knapp die Hälfte der Songs wird von dieser Katapult-Energie angetrieben, die man auch bei amerikanischen Hardcore-Kapellen der Achtziger findet. „Bands wie Black Flag, Minor Threat undsoweiter konnten zwar nicht spielen wie Pink Floyd, hatten aber diese unglaubliche Power. Während die Bad Brains diese abwechselungsreiche Musikalität besaßen“, schwärmt Torsten. Das ist aber noch lääängst nicht alles. Neben den besagten blitzartigen Energie-Schauern (z.B. „As I Please“, „Bad Brain“, „Sharp, Cool & Collected“ u.a.) besitzt „.Limbo Messiah“ noch viele andere Klangfarben: „She Was Great“ etwa hat einen funky Groove und Falsettgesang; „Soljanka“ ist ein kompakter Rocker gekrönt von stürmischen Keith-Moon-Drums; „E-G-O“ entpuppt sich als Abenteuer, das einem bei jedem Hören neue Kicks verschafft. Und in dem frenetischen „Demons Galore“ ertönen eine herzzerreißend melancholische Lead/Melodie bzw. Sologitarre und Back-Up-Vocals, die an Queen erinnern. „Freddie Mercury finde ich sehr inspirierend! Vielleicht nicht, was die Kleidung angeht, aber gesanglich, textlich und attitüden-mäßig. Er ist einer der Größten!“, preist Arnim die viel zu früh verstorbene Entertainment-Ikone.

August 31, 2009

JochnRoll-Skatefest

Samstag, 19.5.07 Einlass 15 Uhr/ Beginn 16 Uhr

Mit Skatecontest am Nachmittag (Beginn 14 Uhr)

und Festival mit folgenden Bands:

LA Guns (USA) (exGuns’n’Roses), MNemic (DK), Bambix (NL), Nightrage (NL), Claus Grabke Band (D), Gypsy Pistoleros (GB), Slomotion Apocalypse (ITA), Mr. Anderson, Clint, Defecation Area, Creation Insane, Fucking History

L. A. Guns

Die L.A. Guns werden 1983 von dem Gitarristen Tracii Guns und Schlagzeuger Rob Gardner gegründet. Zum ersten Line Up der Band gehören ebenfalls Bassist Ole Beich und ex-Rapidfire Sänger Axl Rose. Das selbstbetitelte L.A. Guns Debutalbum erscheint 1988 und schafft es bis in die amerikanischen Top 50. Nicht zuletzt auch durch den Erfolg von GunsNRoses genießen die L.A. Guns zu dieser Zeit großes Ansehen und stehen neben GunsNRoses und Faster Pussycat für den neuen Stilbegriff Sleaze Rock. Die Band ist Teil einer neuen Rockgeneration und ihre Videos werden auf MTV rauf und runter gespielt. Die Single „The Ballard Of Jane“ avanciert zum größten Hit der Band.

Mnemic

Das lateinische Wort für Gedächtnis. Und der Name einer der vielversprechendsten Newcomer des neuen Jahrtausends. Längst haben sich Mnemic mit ihrem Future Fusion Metal einen Namen in den weltweiten Szenen des modernen Metal erspielt. Doch angefangen hat die Geschichte der Dänen bereits 1998…

Im lauschigen Dänemark finden sich zu dieser Zeit fünf junge Musiker zusammen. Es sind Michael Bogballe (Vocals), Mircea Gabriel Eftemie (Gitarre/Synthie), Rune Stigart (Gitarre), Mikkel Larsen (Bass) und Brian Rasmussen (Drums/Keys). Unter dem Pseudonym Mnemic, das nach eigener Aussage für Mainly Neurotic Energy Modifying Instant Creation steht, beginnt das Quintett einen sehr eigenen Mix aus Fear Factory, Rob Zombie und Meshuggah zu spielen, der schon bald den Titel Future Fusion Metal trägt. Daraus erwachsen in den Jahren 2000 und 2002 zwei Demo-Scheiben, die jedoch nur ein Vorbote dessen sind, was Mnemic auf die Welt loszulassen gedenken.

Im Jahre 2003 nimmt Nuclear Blast den Dänen-Fünfer unter Vertrag, und kurze Zeit später präsentieren Mnemic mit Mechanical Spin Phenomena ihr Major-Debüt. Die Platte, produziert in den AntFarm-Studios in Dänemark, schlägt ein wie eine Bombe und verschafft der Band nicht nur reichlich Ansehen bei den Kritikern, sondern auch europaweite Touren mit Genre-Größen wie Death Angel und Disbelief. Die Scheibe besticht durch druckvolles Riffing, Meshuggah-würdige Rhythmen, atmosphärsiche Key-Effekten und die emotionale Stimmgewalt von Michael Bogballe. Dem können sich nicht einmal anerkannte Elektro-Experten wie Rhys Fulber entziehen, der einen Remix des Tracks Blood Stained beisteuert. Bassist Mikkel Larsen trennt sich von der Band, mit Tomas Obeast Koefod ist jedoch schnell ein adäquater Ersatz gefunden. Trotz der noch kurzen Bandhistorie und der erst kurzen Marktpräsenz spendiert Nuclear Blast der Band einen Videoclip zu Ghost, der mit Freuden in Schweden gedreht wird. Auch der Opener Liquid wird bald darauf verfilmt. Der Erfolg gibt Mnemic recht. Mechanical Spin Phenomena mausert sich zu einer der bestverkauftesten NB-Platten des Jahres 2003, und Mnemic touren beinahe das gesamte Jahr über durch ganz Europa. Gegen Ende 2003 übernehmen sie sogar einen Support-Slot auf Machine Heads Through The Ashes Of Empires-Tour und verschaffen sich so noch einmal Aufsehen. In Deutschland sind die Fünf auf beinahe jedem Festival dabei und werden überall gefeiert. Und so ist es kaum verwunderlich, dass nach diesem Erfolgsjahr für September 2004 die Fortsetzung des ganzen geplant ist. Denn dann erscheint mit The Audio Injected Soul Mnemics zweiter Major-Release, in den hohe Erwartungen gesetzt werden.

Bambix

Seit Jahren bieten die Holländerinnen von BAMBIX um Sängerin und Gitarristen Willja druckvollen, melodischen Punkrock der Güteklasse A. Mit ihrer großartigen Verbindung aus punkiger Wut und poppigen Melodien konnten sie sich international bereits einen Namen machen. In Brasilien sind sie quasi Rockstars und sie haben sich auch schon mit Bad Religion, Fugazi und Jawbreaker die Bühne geteilt. Mit ihrem fünften Longplayer Club Matuchek liefern BAMBIX ihr bis dato bestes Album ab.

August 31, 2009

Visions Spring Tour 2007

feat. ASH, MUFF POTTER, GOOD SHOES, THE ENEMY

Dies mal wird der Frühlingszug angeführt von ASH. Die Band aus Irland überzeugen mit einer Mischung aus Britpop, Punk und Powerpop. Seit letzem Jahr ohne Charlotte Hatherley, sind die Jungs wie bei ihrer Gründung wieder unter sich. MUFF POTTER bezeichnen sich auf ihrer Homepage selbst als „emotionale, melodiösen Punk spielende Band mit alltagstauglichen Texten“. Mit ihrem aktuellen Album „von Wegen“ beweisen sie dies eingänglich. Die GOOD SHOES spielten im vergangenen Jahr ein umjubeltes Konzert in Berlin. Auf der VISIONS SPRING TOUR sind sie in allen Städten dabei. Feinde haben THE ENEMY momentan kaum. Sie werden wohl der „nächste heiße S***“ aus England, der NME ist schon ganz aufgeregt und nach der VISIONS SPRING TOUR sollte die Band um einige weitere Freunde reicher sein!

August 31, 2009

Rise Against + The Bronx + The Cancer Bats

Bielefeld, Ringlokschuppen 11.04.2007

Die Show im Bielefelder Ringlokschuppen war zu meiner Verwunderung nicht ausverkauft, jedenfalls gab es noch Karten an der Abendkasse ( nicht viele aber einige schon ).

Nach Betreten des Schuppens konnte man sich diesmal wirklich über die fairen T-Shirt Preise von 15€ freuen, leider blieben die Getränke-Preise wie gehabt.

Als ersten Gang bekam das angenehm klischeefreie Publikum the Cancer Bats serviert, doch allzu appetitanregend waren die Kanadier wohl für die meisten nicht. Die anschließenden The Bronx bekamen da schon besseres Feedback. Sie wurden beeinflusst von The Stooges und der kalifornischen Punkszene der 80er Jahre mit Vertretern wie Black Flag oder Fear. Trotz

alle dem war der Sound sehr schwammig, teils übersteuert, teils zu laut. Der Menge vor der Bühne schien das mehr oder weniger egal zu sein und sie setzte sich langsam in Bewegung,

… doch der deutliche Headliner des Abends waren Rise Against.

Die Band um Sänger Tim war allerdings auch nicht gerade mit einem guten Sound gesegnet. Wie es sich für eine Band von diesem Schlag gehört, ging Drummer Brandon mit erhöhter Schlagzahl zu Werke. Rise Against spielten viele Songs von „The Sufferer & The Witness”. Vor der Bühne reckten sich Sänger Tim bei „Give It All“ hunderte Arme entgegen.

Die Schmankerl bewahrten Rise Against für die Zugabe. Nach einigen „Rise Against, Rise Against“-Chören kam Sänger Tim alleine nur mit einer Akustikgitarre auf die Bühne und für viele war klar: „Roadside“ oder „Swing Life Away“. „Kennt jemand von euch Jawbreaker?“, fragte Tim ins Publikum. Zwei, drei Arme gingen zögerlich hoch. Mit seiner Version von Jawbreakers „Tour Song“ bekam dann der gesamte Ringlokschuppen zum ersten Mal einen klaren Sound und Tim dafür entsprechend Applaus. „Swing Life Away“ kam natürlich direkt hinterher. Anschließend kam der Rest der Band auf die Bühne zurück. „Kennt ihr unser erstes Album ‚The Unraveling’?“, fragte Tim als nächstes und sagte in Richtung Basser Joe: „Die kennen Jawbreaker und ‚The Unraveling’ nicht“. Dass aber doch einige das Debüt kannten, wurde deutlich, als doch sehr viele Fans „Alive And Well“ mitbrüllen konnten. Nach gut 70 Minuten schickten Rise Against dann ihre Fans mit „Prayer Of The Refugee“ nach Hause, verschwitzt

aber glücklich und zufrieden !! – und mit der Hoffung auf besseren Sound.

Eigentlich kann man keine Kritik an Rise Against üben; sauberer Auftritt der nur so vor Energie strotzte und mal wieder bewiesen hat um was für eine klasse Liveband es sich hier handelt.

August 31, 2009

BORN FRPM PAIN

Support: First Blood, Bloodlined Calligraphy, Setup und Archway – Hameln Regenbogen 01.04.2007

Kaum ein Musiker in der holländischen Hardcore-Szene, der nicht noch in 37 anderen Projekten seine Finger drin hat oder zumindest hatte. Einer, der seine Finger wirklich überall mit drin hat, ist Basser Rob Franssen. Er war schon bei Point Of No Return (nicht zu verwechseln mit den Schweden von Path Of No Return), Feeding The Fire, Backdraft, Gloves Of Destruction, Wheel Of Progress und Bloodsport mit von der Partie. Als sich Feeding The Fire 97 von der Bildfläche verabschieden, gründet Rob kurzerhand mit Sänger Che Snelting ein neues Projekt namens Born From Pain.

Mit dabei ist Robs alter Feeding The Fire-Kumpel Wouter (Gitarre) und der ehemalige Quarantine Drummer Serve. Ihr Debüt „Immortality“ ist die erste Veröffentlichung des niederländischen Gangstyle Records Label (GSR) und präsentiert ziemlich wütenden Old School-Hardcore. Über die Jahre hinweg spielen sie unzählige Konzerte und tauschen beinahe genauso oft ihre Bandmitglieder aus. Die einzigen Konstanten sind Rob und Che.

Nach und nach erspielen sich Born From Pain eine Fanbasis und einen wachsenden Bekanntheitsgrad. Nach dem 2002er Album „Recaliming The Crown“ und der darauf folgenden Split-EP mit Redline, bringt „Sands Of Time“ die Holländer den größten Schritt nach vorne. Denn im Anschluss an die Veröffentlichung gehen sie zusammen mit Hatebreed und Madball auf Tour. Diese führt sie nicht nur durch Europa, sondern auch durch Japan und die USA.

Doch danach scheinen GSR an ihre Grenzen zu stoßen: Born From Pain schauen sich nach einem finanzstärkeren Label um. Dieses finden sie in Form von Metal Blade, die „In Love With The End“ Mitte April 05 auf den Markt bringen. Inzwischen haben sich Rob und Che mit den beiden Gitarristen Stefan van Neerven (genau wie Rob Ex-Bloodsport) und Karl Fieldhouse (Ex-Thirty Seconds Until Armageddon) und Drummer Roel verstärkt. Im Anschluss an die Veröffentlichung klappern sie mit Zero Mentality Europa ab. Aus dieser Band kommt auch Dominik Stammen, der Ersatz für Stefan, weil der BFP bald wieder verlässt. So geht es dann für etwa ein Jahr auf Tour, die Festivals wie das Wacken Open Air, With Full Force und Hellfest einschließt.

Im August supoorten sie Six Feet Under, wonach es ab ins Studio geht, um den Nachfolger „War“ aufzunehmen. Das von Tue Madsen (Cataract, Kataklysm, Hatesphere etc.) produzierte Teil weist auch Gastauftritte von Sick Of It All, Hatesphere, Gorefest und Napalm Death auf.