FEST VAN CLEEF – 10.07.2009, Northeim, Waldbühne

August 31, 2009

Es regnet, es regnet, die Erde wird nass…

Es war nass, sehr nass, um genau zu sein war unendlich schlechtes Wetter! Die Waldbühne in Northeim ist zwar ein großartiger Festivalplatz, aber der Regen hat alles mies gemacht. Als Gisbert zu Knyphausen am späten Nachmittag als Erster die Bühne mit seiner Band betrat, begann es zu regnen. Bei Tomte, die gegen 22Uhr dran waren, hörte es kurz auf. Ging dann aber bei Element of Crime wieder los. Es schwankte zwischen heftigen Schauern, Sprüh-, Faden- und ganz normalem Tropfenregen. Es wurde von Stunde zu Stunde kälter, vielleicht auch, weil man mittlerweile nasse Füße hatte. Zuerst sah es alles noch sehr lustig aus; die ganzen Menschen in den übergroßen Regencapes oder besser Regentüten. Viele Farben waren vertreten: gelb, blau, lila, schwarz, transparent… Doch irgendwann machte der Regen einen mürbe und die Capes wurden nun nicht mehr kostenlos verteilt, sondern mussten bezahlt werden. Wer sich dann dachte, eine Pommes oder Pizza könnte von innen wärmen, musste für kleine Portionen tief in die Tasche greifen. Für ein Indiefestival waren die Essens- und Getränkepreise eindeutig zu hoch!

Ach ja, Musik gab es ja auch noch! Darum geht es ja auch eigentlich bei einem Festival und das können die Herren auch am Besten. Wie gesagt, Gisbert zu Knyphausen spielte das Publikum mit seiner Band warm. Danach waren Muff Potter dran, die konnten dort weitermachen und erzählten zudem noch nette Anekdoten. Wo sie schon alles im Harz gespielt haben, wo sie nicht mehr so erwünscht sind und in welcher Jugendherberge sie sogar Hausverbot haben. Die Kilians brachten das Publikum dann noch etwas zum Tanzen und bei Why? wurde einem eh ganz heiß, wenn man ihren Texten aufmerksam gelauscht hat. Tomte und Element of Crime waren am Ende die beiden, die im Dunkeln spielen konnten. Der Regen sah im Scheinwerferlicht sehr schön aus. Und in Kombination mit Tomtes „Nichts ist so schön auf der Welt, wie betrunken traurige Musik zu hören“ und Element of Crimes ruhigen Klängen und Sven Regeners Trompete hatte das ganze sogar etwas Beruhigendes. Den ganzen Tag hatte man sich über das Wetter geärgert, aber in diesen kleinen Momenten war kurz Ruhe im genervten Kopf.

Als kleine Besonderheit kam zwischen den Bands Thees Uhlmann auf die Bühne und hatte für jede Band ein kleines Gedicht vorgetragen. Sehr erheiternde und lobsingende Gedichte. Die mögen sich scheinbar wirklich alle sehr untereinander. Das freut einen beim Zuschauen. Nur einen Spruch hätte er nicht sagen sollen: „Es regnet doch fast gar nicht mehr. Und in 10 Jahren könnt ihr euren Kindern erzählen, wie ihr in Northeim auf dem Fest van Cleef ward und es die ganze Zeit geregnet hat.“ Und bis dahin liegen alle Besucher des Northeimer Fest van Cleefs mit ner Erkältung im Bett und hören sich „Sommertag“ von Gisbert zu Knyphausen.

http://www.triggerfish.de/

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: